Jan 192018
 

Der Marangoni-Effekt erklärt die beim Schwenken von alkoholischen Getränken entstehenden Schlieren an der Glaswand.

Er tritt sowohl bei Wein als auch bei Spirituosen auf. Zusammengefasst passiert folgendes: Nach dem Schwenken bleibt ein dünner Flüssigkeitsfilm an der Innenwand des Glases zurück. Durch die größere Luftoberfläche an diesen Stellen verdunstet der Alkohol viel schneller als im Rest des Glases. Die übrige Flüssigkeit zieht sich durch Oberflächenspannung zu schmalen Bahnen zusammen (Schlieren). Diese Schlieren haben nun durch Ihre Verdunstung einen niedrigeren Alkoholgehalt als der Rest des Getränks.

Weniger Alkohol bedeutet eine höhere Dichte und eine höhere Oberflächenspannung – dadurch zieht sich Flüssigkeit aus dem unteren Teil des Glases nach oben in die Schlieren. Das Ergebnis: Flüssigkeitsschlieren die der Schwerkraft trotzen.

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Nov 232017
 

Wenn in der Reifezeit niedrige Temperaturen herrschen und weniger Sonne zum Vorschein kommt, bildet sich in Trauben nur wenig Zucker. Der Wein, der aus ihnen gewonnen wird, weist einen nied­rigen Alko­hol­ge­halt auf. Beim „Chaptalisieren“ wird vor oder während der Gärung zusätzlicher Zucker zum Most oder Traubensaft gegeben, um dem entgegen zu wirken. Die europäische Weingesetzgebung legt dabei fest, um wie viel Prozent der Alko­hol­ge­halt in den jeweiligen Weinbaugebieten erhöht werden darf.

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Nov 092017
 

Grad Oechsle (°Oechsle oder auch °Oe)  ist die Maßeinheit für das Mostgewicht innerhalb des unvergorenen Traubensaftes. Anhand des Grad Oechsle lässt sich messen, wie viele gelöste Stoffe sich in der Flüssigkeit befinden. Daraus wiederum lassen sich Rückschlüsse auf den späteren Alkoholgehalt ziehen. Der Grad Oechsle kann mit verschiedenen Methoden bestimmt werden: Einer Mostwaage, einem Refraktometer oder einem Saccharimeter. Das Ergebnis gibt Auskunft über einen der Qualitätsaspekte von Wein.

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Sep 072017
 

Wein_ABC_133.14.33Hinter dem Begriff Kaltgärung, oder auch temperaturgesteuerte Gärführung verbirgt sich die Kontrolle der alkoholischen Gärung, also die Umwandlung des Zuckers aus der Traube in Alkohol unter niedrigen Temperaturen. Kleine Hefepilze nutzen die in der Traube vorkommenden Zuckerarten Glucose und Fructose als Energiequelle und wandeln diese in Alkohol, Wärme und Kohlendioxid um. Bei warmen Temperaturen fühlen sich die Hefezellen besonders wohl, vermehren sich sehr schnell und führen zu einer stürmischen Gärung. Um möglichst viele Aromen im Wein zu erhalten, kühlt man den Most während der Gärung ab, um diese langsamer verlaufen zu lassen.

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Aug 092017
 

Wein_ABCCabernet Sauvignon ist eine Rotweinsorte aus einer Zufallskreuzung der Sorten Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Ursprünglich aus Bordelais, hat sie ihre Reise auch Übersee und in die komplette Wein-Welt angetreten. Die Röst- oder Vanille-Aromen bekommt der Cabernet durch seine 15-18 Monatige Lagerung in Eichenfässern. In Deutschland wurde der Cabernet Sauvignon erstmals 1984 in der Pfalz angebaut und ist dort auch heute noch am häufigsten vertreten.

Jul 172017
 

Wein_ABCDie Grünlese beschreibt ein Verfahren welches im Weinbau angewandt wird. Hierbei nimmt man einen kleineren Ertrag in Kauf und entfernt noch grüne Reben vom Stock, um eine bessere Versorgung der reiferen Reben zu sichern. Darüber hinaus ergibt sich der Vorteil, dass die übrigen Weinstöcke über einen erhöhten Extraktgehalt und sogar mehr Most verfügen.

Mrz 302017
 

Wein_ABCDer ökologische (oder biologische) Weinbau macht sich zur Aufgabe, die Natur nicht nachhaltig zu belasten. Man verwendet ausschließlich natürliche Methoden der Insekten-, Unkraut- und Pilzbekämpfung und vermeidet chemische Düngemittel. Deklariert ein Gut seinen Wein mit „Öko“ oder „Bio“, muss er den EU-Verordnung und Richtlinien zum ökologischen Anbau entsprechen. In Deutschland schlossen sich zahlreiche Winzer mit ökologischem Weinanbau in der Ecovin-Vereinigung zusammen.

Jul 252016
 

Wein_ABCDie meist breiige Masse aus Traubenschalen, Fruchtfleisch, Kernen und gegebenenfalls Stielen nach dem Pressen wird Trester genannt. Durchschnittlich erhält man aus 100 Liter Maische 25 Kilogramm Trester. Dieser wird meistens zu Tresterwein oder Düngemittel weiterverarbeitet. Der Tresterwein (oft auch als Gesindewein, Nachwein oder Haustrunk bezeichnet) war in der Antike als Massengetränk für arme Schichten sehr beliebt.

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Mai 112016
 

Wein_ABC_2Nach der eigentlichen alkoholischen Gärung von Wein kommt es gelegentlich zur sogenannten Nachgärung: Die Angärung eines Zuckerrestes im Flaschenwein durch Einwirkung von Hefe. Dies geschieht oft auf natürliche Art und Weise, wird manchmal jedoch auch vom Kellermeister eingeleitet – der Wein wird dadurch milder und runder.

Wenn eine unerwünschte Nachgärung erfolgt, wird der Wein jedoch ungenießbar. Gärt ein bereits fertig abgefüllter Wein in der Flasche nach, bedeutet dies meist, dass der Wein fehlerhaft ist.

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Apr 152016
 

Wein_ABCEin guter Weinkeller sollte gut gelüftet, dunkel und trocken sein. Der Wein darf dem Tageslicht nicht ausgesetzt werden und vor allem sollte das Lager keine Temperaturschwankungen aufweisen: Eine gleichmäßige Temperatur von 12-17°C verhindert das frühe Altwerden der Weine. In der Nähe sollten keine stark liegenden Lebensmittel aufbewahrt werden, da der Wein durch den Korken atmet. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 70 Prozent verhindert, dass die Korken austrocknen oder die Etiketten sich auflösen.

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