Jan 192018
 

Der Marangoni-Effekt erklärt die beim Schwenken von alkoholischen Getränken entstehenden Schlieren an der Glaswand.

Er tritt sowohl bei Wein als auch bei Spirituosen auf. Zusammengefasst passiert folgendes: Nach dem Schwenken bleibt ein dünner Flüssigkeitsfilm an der Innenwand des Glases zurück. Durch die größere Luftoberfläche an diesen Stellen verdunstet der Alkohol viel schneller als im Rest des Glases. Die übrige Flüssigkeit zieht sich durch Oberflächenspannung zu schmalen Bahnen zusammen (Schlieren). Diese Schlieren haben nun durch Ihre Verdunstung einen niedrigeren Alkoholgehalt als der Rest des Getränks.

Weniger Alkohol bedeutet eine höhere Dichte und eine höhere Oberflächenspannung – dadurch zieht sich Flüssigkeit aus dem unteren Teil des Glases nach oben in die Schlieren. Das Ergebnis: Flüssigkeitsschlieren die der Schwerkraft trotzen.

>> Zahlreiche weitere Begriffe finden Sie in unserem Wein-ABC

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